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Goethe und Ginkgo, Kalender 2007 |
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Dieser Kalender kann jederzeit als Sonderdruck für jede Marketingaktion bestellt werden. Auch Einzelblätter können als Sonderdruck geliefert werden. |
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Monatsblätter mit Goethe-Zitaten und 12
Ginkgo-Motiven von Atsuko Kato.
Der Kalender stellt Zitate von Johann
Wolfgang von Goethe mit Motiven des
Ginkgo-Baumes der japanischen Künstlerin
Atsuko Kato zusammen.
Goethe und sein Interesse an Ginkgo biloba.
Johann Wolfgang von Goethe und sein
freundschaftlicher Förderer Herzog Carl
August von Sachsen-Weimar-Eisenach waren
beide von Gartenkultur und Botanik
fasziniert. Auf "schicklichen Beeten"
pflanzte Goethe 1794 in seinem Garten
exotische und heimische Pflanzen.
Der Ginkgobaum fand im 18. Jh. als exotische
Pflanze für Gärten aller Art größtes
Interesse. Ende des 18. Jh. galt der
Dresdner Hofgärtner Johann Heinrich Seidel
als der "erste Gärtner Deutschlands". 1794
erschien sein Werk "Verzeichnis der Glas- und
Treibhauspflanzen ingleichen derer Bäume,
Sträucher, Stauden und Sommergewächse". In
diesem Verzeich-nis war auch "Ginkgo biloba"
aufgeführt.
Im Zusammenhang mit seiner Arbeit "Versuch,
die Metamorphose der Pflanzen zu erklären"
besuchte Goethe 1794 J. H. Seidel.
Seit dieser Zeit beschäftigt sich Goethe
zunehmend mit diesem exotischen Baum. 1795
besucht er die Heidelberger Schlossgärten,
später auch die von Frankfurt und Mannheim,
1815 sogar jenen von Karlsruhe, um Ginkgo zu
studieren. Doch erst als 1820 der Wiener
Botaniker Joseph Franz von Jacquin Herzog
Carl August die 1819 verfasste Schrift "Über
den Ginkgo" zugeleitet hatte, entschieden
Goethe und der Herzog, auch im Schlossgarten
Belvedere und in Weimar Ginkgo anzupflanzen.
Es ist anzunehmen, das der Herzog
fundierteres Wissen über den Ginkgobaum
besaß. |
Für den Dichter Goethe war die symbolische
Zweiteilung (= biloba) des Blattes
Inspiration, der Naturwissenschaftler war
hier nicht gefragt. Goethes späte (1815)
Liebesromanze zu Marianne Willemer regte ihn
bei dem "Baum von Osten" im Zusammenhang mit
dem Ginkgo-Blatt zu dem Gleichnis "Zwei in
Eins" und "Eins in Zwei" an. Das von Goethe
am 15. September 1815 in eigenhändiger
Reinschrift verfasste "Ginkgo biloba"
Gedicht für Marianne Willemer findet sich
1819/1820 im lyrischen Zyklus
"West-östlicher Divan".
Das Gedicht "Ginkgo biloba" von Johann
Wolfgang von Goethe
"Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?
Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst Du nicht an meinen Liedern,
dass ich eins und doppelt bin?" |
Ginkgo in der Kunst und Literatur.
Nach Goethe haben sich immer wieder Dichter
mit Ginkgo biloba befasst, so z.B. Otto
Crusius, Freiherr vom und zu Stein, Peter
Härtling, Peter Handke, Joachim Lehmann u.a.
In der Jugendstilkunst ist das Ginkgo-Blatt
ein beliebtes Motiv und Stilmittel. Es
schmückt Schmuck, Glas, Keramik, Stoffe,
Architektur-details. Schließlich regt das
Blatt bis heute immer wieder die Kreativität
von Künstlern an, Ginkgo biloba in den
unterschiedlichsten Sphären darzustellen.
Atsuko Kato
Atsuko Kato, 1950 in Aichi-ken, Japan,
geboren, ist eine einfühlsame Künstlerin,
die sich seit Jahrzehnten mit dem Motiv des
Ginkgo Blattes beschäftigt. Nach dem
Abschluss der Meisterklasse bei Professor
Ren Ito (1976 in Japan), wird sie von 1976 -
1983 Meisterschülerin bei Professor Günther
Voglsamer in Nürnberg. 1979 und 1980 erhält
sie den
Akade-miepreis, Nürnberg. 1988: 1. Preis der
55. Internationalen Jahresausstel-lung in
Washington D.C., USA. Ab 1976 folgen
jährlich mehrere Einzel-ausstellungen
und/oder Ausstellungsbeteiligungen.
Der Ginkgo-Baum
Der Ginkgo-Baum ist ein "Ur-Baum", er ist
seit ca. 280 Millionen Jahren nachweisbar.
Botanisch ist er weder Laub- noch Nadelbaum. |
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Ginkgo biloba stammt ursprünglich aus
Zentralchina und verbreitete sich von dort
aus auch in Japan und Korea. 1690/1691
schreibt der deutsche Arzt und Botaniker
Engelbert Kaempfer anlässlich einer
Ostasienreise als erster Europäer eine
wissenschaftliche Abhandlung über den
Ginko-baum. Seit dem 18. Jh. wird der
Ginkgobaum gern als exotische Sonder-form in
Botanischen Gärten und Schlossparks
angepflanzt (z.B. in Jena, Weimar, Dresden,
Wien, Frankfurt a. M., Kassel, Heidelberg
und Karls-ruhe). Ginkgonüsse und
Ginkgokerne gelten in Japan und Asien seit
Jahrhun-derten als Delikatesse.
Der Ginkgosamen wird in der chinesischen
Medi-zin seit uralten Zeiten therapeutisch
für "Keuchatmung", Asthma, Tuber-kulose,
Harndrang, Scheidenfluss, Wurmbefall und
Nervosität eingesetzt.
Entsprechend der Monographie des
Gesundheitsamtes von 1994 dürfen Ginkgo
biloba Spezialextrakte auch in Deutschland
bei bestimmten Indikationen angewendet
werden. |
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